Aktuelles aus Berlin

Nein zur Ehe für Alle

von Karl Holmeier am

Die SPD scheint angesichts der schwindenden Zustimmung von der Panik getrieben zu sein. Anders kann ich mir den Vertragsbruch gegenüber CDU/CSU nicht erklären. Das Verhalten der einstigen Volkspartei SPD spiegelt den desolaten Zustand dieser Partei wider. Mich erreichen seit Stunden sehr viele Bürgerzuschriften aus dem gesamten Bundesgebiet, die den Kurs der CSU ausdrücklich loben und sich Hilfe suchend an uns wenden. Die SPD spaltet Deutschland: Ohne Grund, allein den eigenen Vorteil im Blick und aus reiner Wahlkampftaktik. Die CSU und ich lehnen die Ehe für Alle ab. Die Ehe wird eingegangen von Mann und Frau. Das ist ein Grundpfeiler unserer auch vom christlichen Glauben geprägten Kultur. Die Ehe zwischen Mann und Frau ist auch deutsche Leitkultur. Unbenommen dieser für mich unverrückbaren Tatsache der Ehe ausschließlich zwischen Mann und Frau respektiere ich die Menschen, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben und dort füreinander Verantwortung übernehmen. Hier wurde bereits vieles auf den Weg gebracht. Meine Stimme ist jedoch gegen die ‚Ehe‘ für Alle.

Meine Stimme ist jedoch gegen die ‚Ehe‘ für Alle

Nach den Erhebungen des Statistischen Bundesamtes gibt es in Deutschland 17,5 Millionen Ehen. Dem stehen lediglich 41.000 Eingetragene Lebenspartnerschaften entgegen, was einem prozentualen Anteil von äußerst geringen 0,2 Prozent entspricht.
Die Eingetragenen Lebenspartnerschaften sind inzwischen weitestgehend mit den Rechten, die sich aus der Ehe ergeben, gleichgestellt. Seit 2013 können Eingetragene Lebenspartnerschaften sogar rückwirkend bis 2001 das Ehegattensplitting für sich in Anspruch nehmen.

Lediglich ein einziger Punkt unterscheidet ein Ehepaar von der Eingetragen Lebenspartnerschaft: das volle Adoptionsrecht. Einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft ist das volle Adoptionsrecht verwehrt und es besteht auch keine Notwendigkeit, dieses zu ändern.
Im Jahr 2015 wurden in Deutschland 3.812 Kinder adoptiert. Dieser Zahl adoptierter Kinder steht nach Angaben des Statistischen Bundesamtes regelmäßig eine siebenfach höhere Zahl adoptionswilliger Ehepaare gegenüber. Aus Sicht der Kinder, die im Idealfall in einer Familie bestehend aus Vater und Mutter aufwachsen sollen, gibt es daher gar keine Notwendigkeit, den Kreis der Adoptionsberechtigen auf Eingetragene Lebenspartnerschaften zu erweitern.
Für mich hat der Staat die sehr wichtige Wächterfunktion für die Kinder, dass diese gerade nicht in die unübliche Form der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft (zur Erinnerung: 17,5 Mio. Ehen stehen nur 41.000 Eingetragene Lebenspartnerschaften gegenüber, was einem Anteil von 0,2 entspricht) gegeben werden. Kinder sollen im Idealfall mit Vater und Mutter aufwachsen. Das dies in der Realität durch Scheidungen und alleinerziehende Elternteile nicht immer erfolgen kann, ist eine ganz andere Frage.