Besuchergruppe von MdB Karl Holmeier im Gespräch mit dem Bundespräsidenten
„Äußerst sympathisch und volksnah“, war der einheitliche Kommentar der Besuchergruppe von MdB Karl Holmeier in Berlin. Und damit gemeint war kein Geringerer als Bundespräsident Christian Wulff, denn die Begegnung im Schloss Bellevue mit dem Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland war der absolute Höhepunkt einer sehr informativen und abwechslungsreichen viertägigen Informationsfahrt von politisch Interessierten aus dem Wahlkreis Schwandorf/Cham in die Bundeshauptstadt.
Als sich zu Beginn des Besuchs im Schloss Bellevue die Tür öffnete und die Gruppe des Bundestagsabgeordneten Karl Holmeier von Bundespräsident Christian Wulf persönlich begrüßt wurde, waren alle sehr positiv überrascht. Es war dann auch nicht nur ein Fototermin, sondern der Bundespräsident führte die Gruppe auch durch seine Arbeitsräume im Schloss Bellevue und stand zu einem Gespräch zur Verfügung. Schloss Bellevue war im Auftrag des jüngsten Bruders von Friedrich II, Ferdinand von Preußen,1786 fertig gestellt worden und ist seit 1994 Amtssitz des Bundespräsidenten. Christian Wulff, der im übrigen nach sieben protestantischen Amtsvorgängern erster Katholik seit Heinrich Lübke ist, gab einen kurzen Abriss seiner Amtsführung. Er sehe es auch persönlich als seine Aufgabe an, zwischen den verschiedenen politischen Gruppierungen zu vermitteln und auch Gegensätze auf vielen Ebenen zu versöhnen .Stellung bezog das Staatsoberhaupt auch zu seinen kontrovers diskutierten Aussagen zum Islam in Deutschland, wobei er erneut dazu aufrief, „ in einer immer mehr zusammenwachsenden Welt offen für alle zu sein“. Auch versprach er der „bayerischen Abordnung“, sich mit ganzer Kraft für die Olympischen Winterspiele in München einzusetzen. Man verabschiedete sich mit einem herzlichen Dankeschön, einem Geschenk aus dem Bundeswahlkreis Schwandorf/ Cham und den besten Wünschen an den Bundespräsidenten. Dieser eindrucksvolle Besuchstermin, der allen Teilnehmern sicher lange in allerbester Erinnerung bleiben wird, endete mit einer Besichtigung der anderen Räumlichkeiten des Schlosses und des Bundespräsidialamtes.
Gleich nach der Ankunft in Berlin hatte eine Besichtigung des Bundeskanzleramtes auf dem Programm gestanden. Karl Holmeier ließ es sich nicht nehmen, die Gruppe bereits hier zu begrüßen. Nach strengsten Sicherheitskontrollen erhielt man Einblick in die Mechanismen der Schaltzentrale der Bundesregierung. Interessant war die Besichtigung unterschiedlichster Räumlichkeiten, u.a. des Konferenzsaales und Kabinettssaales.
Im Bundestag nahm man am Folgetag an einer Debatte zum Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Einführung eines Bundesfreiwilligendienstes teil. Ab 1.Juli dieses Jahres werden bis zu 35000 Männer und Frauen im freiwilligen und gemeinwohlorientierten Dienst im sozialen, ökologischen und kulturellem Sektor oder im Bereich der Integration und des Zivil- und Katastrophenschutzes leisten können. Im Anschluss daran diskutierten die Fahrtteilnehmer im Reichstagsgebäude mit ihrem Abgeordneten Karl Holmeier und seinen Mitarbeitern sehr engagiert und teilweise kontrovers eine breite Palette politischer Themen, von der Praxis des medizinischen Dienstes bei der Pflegeversicherung über Mindestlöhne und die Bahnlinie München-Prag mit Einbeziehung des Schwandorfer Bahnhofes über die Verbesserung des Personennahverkehrs im ländlichen Raum und den Ausbau der B 85 bis hin zur künftigen Energiepolitik und finanzielle Förderung von Kindergärten und Kindertagesstätten. Im Anschluss daran wurde die Bayerische Landesvertretung besucht
Beklemmende Gefühle bekam man in der Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstrasse, der ehemaligen Stasi-Zentrale, in der unter Minister Erich Mielke rund 15000 Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes beschäftigt waren. Hier wird anschaulich mit vielen Beispielen gezeigt, wie die SED-Diktatur alle Lebensbereiche der DDR-Bürger durchdrang .Mit einem Film über den Systemkritiker und späteren Fluchthelfer Wolfgang Welsch wurde aufgezeigt, wie der in der DDR inhaftierte und später von der Bundesrepublik freigekaufte Bürger einige Mordversuche überstand und bei der Einsicht in seine Stasiakten erfuhr, dass sein engstes persönliches Umfeld mit dem Staatssicherheitsdienst kooperierte.
Die Informationsfahrt klang aus mit einem Besuch im Schloss Sanssouci sowie einem Mittagessen im nahe gelegenen Krongut Bornstedt. Das Frühlingserwachen, dass dort an diesem Tag gefeiert wurde, bot manche Gelegenheit zum Einkaufsbummel und zum Besichtigen der historischen Gebäude. Reich an Eindrücken wurde die Heimfahrt angetreten. Alle waren sich einig: es war eine unglaublich informative, erlebnisreiche Fahrt. Auch die Gespräche der politisch interessierten Teilnehmer untereinander und mit MdB Karl Holmeier bereicherten den Aufenthalt in Berlin. Am Ende galt der Dank für die Organisation der Informationsfahrt dem Bundespresseamt, Karl Holmeier persönlich sowie seinen Büros und hier besonders Doris Hapke, die die Fahrt auch begleitete.

