Presse / Pressemitteilungen / 11. November 2011: "Bundestag beschließt Verbesserung der Kormoranregulierung"

Bundestag beschließt Verbesserung der Kormoranregulierung


Seit geraumer Zeit erhitzten die Kormorane auch die Gemüter im Landkreis Schwandorf. Teichschützer fordern den Abschuss der Vögel, Tierschütze steigen dagegen auf die Barrikaden.

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Karl Holmeier teilte nun mit, dass sich der Deutsche Bundestag an diesem Donnerstag mit dem Thema befasst und einen Antrag der christlich-liberalen Koalition beschlossen hat mit dem Titel „Fischartenschutz voranbringen – Vordringliche Maßnahmen für ein Kormoranmanagement“.

„Wir wollen das Kormoranmanagement verbessern und den Schutz der verschiedenen Fischarten voranbringen“, erklärte Karl Holmeier hierzu. Mit dem Bundestagsbeschluss wird die Bundesregierung aufgefordert, die einzelnen Verordnungen der Länder zum Kormoran zu vereinheitlichen und gemeinsam mit den Ländern Maßnahmen zur Verminderung des Brutvogelbestandes zu erarbeiten und zu erlassen. Zudem soll sich die Bundesregierung unter Beachtung gültiger Vogelschutz-richtlinien für einen europaweit koordinierten Aktionsplan zum Kormoranmanagement einsetzen. Ziel ist die nachhaltige Regulierung der Kormoranbestände. Sowohl die Berufs- als auch die Angelfischerei sollen effektiv vor erheblichen Schäden durch Kormoranfraß bewahrt werden.

Der Bestand der Kormorane hat sich in Deutschland in den letzten 20 Jahren vervierfacht. Der steigende Nahrungsbedarf des wachsenden Vogelbestandes bringt zunehmend Probleme mit sich. Mittlerweile fressen alleine in Deutschland Kormorane mehr als 20.000 Tonnen Fisch pro Jahr – mehr als die jährlichen Fangerträge der Berufs- und Angelfischerei in den natürlichen Gewässern Deutschlands. Dies hat gravierende Auswirkungen auf die gesamte natürliche Fischfauna. Bedroht sind vor allem kleinere Fischarten. In manchen Gewässern ist die Verjüngung und Aufrechterhaltung des Fischbestandes stark gefährdet.

Berufsfischer und Angler an natürlichen Gewässern sowie Teichwirte und Fischzüchter an Aquakulturanlagen erleiden erheblichen wirtschaftlichen Schaden. „Fischzucht und Teichwirtschaft sind ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaft und von großer Bedeutung für die Pflege und den Erhalt ökologisch wertvoller Teichlandschaften“, so Karl Holmeier. „Effektive Maßnahmen des Kormoranmanagements tragen zum Erhalt dieses Kulturguts bei.“

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