Oberpfälzer CSU-Abgeordnete drängen Bahn zum Handeln
Die oberpfälzer CSU-Bundestagsabgeordneten Karl Holmeier, Peter Aumer, Alois Karl und Albert Rupprecht haben die Deutsche Bahn aufgefordert, heute schon mit den konkreten Planungen zur Elektrifizierung der Bahnlinie Regensburg – Hof zu beginnen. In einem Brief an den Bahnchef Dr. Rüdiger Grube warnen Sie davor, wertvolle Zeit verstreichen zu lassen.
Ziel der Abgeordneten ist es, unmittelbar nach Aufnahme des Projektes in den Bundesverkehrswegeplan im Jahr 2015 und nach Abschluss des entsprechenden Gesetzgebungsverfahrens in der Lage zu sein, mit der Elektrifizierung beginnen zu können.
Die Finanzierung der Planungen sollte nach Vorstellung der CSU-Politiker zunächst aus Eigenmitteln der Bahn erfolgen. Schließlich habe diese selbst ein großes Interesse an der Elektrifizierung, um die bisherige Nord-Süd-Achse und den Verkehrsknoten Nürnberg/Fürth zu entlasten. Die oberpfälzer Abgeordneten weisen in diesem Zusammenhang aber auch darauf hin, dass hierfür möglicherweise EU-Zuschüsse in Anspruch genommen werden können. Nach den Vorschlägen der EU-Kommission für das neue TEN-V-Kernnetz soll es nämlich für die darin enthaltenen Verbindungen Zuschüsse von bis zu 50% für Planungsarbeiten geben. Da die Bahnlinie München – Prag nach Vorstellung der Kommission Teil dieses Kernnetzes ist und diese sich mit der Linie Regensburg – Hof auf der Relation Regensburg – Schwandorf überschneidet, könnten die Zuschüsse entsprechend auch anteilig für die Elektrifizierung eingeplant werden.
Die CSU-Bundestagesabgeordneten haben ihre Forderungen direkt in einem persönlichen Gespräch mit dem Leiter der Politikabteilung der Bahn, Georg Brunnhuber, im Bahntower in Berlin vorgetragen und den Brief an den Bahnchef dort übergeben.

