Presse / Pressemitteilungen / 20. Mai 2011: "Bundeswehr muss am Arbeitsmarkt attraktiv sein!"

"Bundeswehr muss am Arbeitsmarkt attraktiv sein!"

Welche Herausforderungen muss die Bundeswehr vor dem Hintergrund der anstehenden Reformen bewältigen? Wie stellen sich aktuelle Situation und Zukunftsperspektiven des in Cham stationierten Fernmeldebataillons 4 der Panzerbrigade 12 dar? Wie kann die Bundeswehr generell attraktiv für neue Bewerberinnen und Bewerber gestaltet werden? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt eines kürzlichen Informationsgesprächs des direkt gewählten Bundestagsabgeordneten Karl Holmeier gemeinsam mit Staatssekretär Markus Sackmann, Landrat Franz Löffler sowie Bürgermeisterin Karin Bucher in der Nordgaukaserne der Kreisstadt Cham. Mit Kommandeur Oberstleutnant Michael Archut, Oberstleutnant Gerald Schäffer sowie Oberleutnant Markus Zwing standen den Besuchern kompetente Gesprächs-partner zur Verfügung, die über die Entwicklung und aktuelle Anliegen des ältesten Fernmeldebataillon des Heeres, das etwa 650 Soldaten umfasst, informierten.

Anspruchsvolles Aufgabengebiet

Die Mandatsträger zeigten sich beeindruckt vom anspruchsvollen Aufgabenprofil der Fernmelder, welche insbesondere die technische Führungsfähigkeit der Brigade 12 sicherstellen und damit einen wichtigen Beitrag zum Gelingen von Auslandseinsätzen leisten. "Hier werden echte IT-Fachleute eingesetzt", so Personalreferent Markus Zwing und Oberstleutnant Gerald Schäffer in ihrem Vortrag. Seit 1993 waren bereits etwa 2.500 Soldaten des Bataillons im Auslandseinsatz, zuletzt 2010 227 Soldaten im Kosovo, berichteten Kommandeur Michael Archut und Oberstleutnant Gerald Schäffer. MdB Karl Holmeier, Staatssekretär Markus Sackmann, Landrat Franz Löffler und Bürgermeisterin Karin Bucher lobten das große Engagement der Soldatinnen und Soldaten. "Bei den Auslandseinsätzen wird Großartiges geleistet", betonte MdB Karl Holmeier.

Bundeswehr muss am Arbeitsmarkt attraktiv sein

Eine der zentralen Herausforderungen der Bundeswehr für die Zukunft sei die Nachwuchsgewinnung, stellten die Vertreter von Politik und Bundeswehr übereinstimmend fest. "Die Bundeswehr muss auch am Arbeitsmarkt attraktiv sein und Perspektiven für die jüngere Generation bieten", so Holmeier. Die ausgeprägte Verwurzelung von Bundeswehrstandorten wie in Cham mit zahlreichen Patenschaften - beispielsweise mit der Stadt Cham oder dem Markt Lam - sowie die große Akzeptanz des Standortes in der Bevölkerung stellten einen entscheidenden Standortvorteil dar, den es noch stärker herauszustellen gelte, waren sich alle Anwesenden einig. "Der Beruf Zeitsoldat muss gerade im Hinblick auf die Bundeswehrreform noch attraktiver werden. Dies wollen wir auch von politischer Seite aktiv unterstützen", betonten die Mandatsträger. So wolle man noch stärker herausstellen, welche Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten zum Beispiel im Chamer Fernmeldebataillon mit IT-Fachausbildungen be-stünden.

Offene Diskussionsrunde mit Soldatinnen und Soldaten

In einer anschließenden offenen Diskussionsrunde mit Kompaniechefs, Kompaniefeldwebeln sowie Vertrauenspersonen nutzten die Besucher die Gelegenheit, um sich intensiv über Anliegen, Wünsche und Anregungen der Soldatinnen und Soldaten des Bataillons zu informieren. "Der enge Kontakt und ständige Austausch aller Verantwortlichen ist gerade bei der Umsetzung der Bundeswehrreform von entscheidender Bedeutung", waren sich alle Anwesenden einig. Daher wolle man ihn auch in Zukunft fortsetzen.

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